Der letzte Mensch

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Altersfreigabe: 
Keine Altersbeschränkung
Genre: 
Gedicht
Kategorie(n): 
Sonstiges Gedicht

Wenn im Herbst die Stürme ziehen,

dazu geistert die Legende,

wenn das letzte Sonnenlicht verblasst,

neigt das Leben sich zum Ende.

Wo vom Geier hoch im Winde,

seine Rufe nie verhallen,

wo der Regen stets versiegt

und die Tropfen zu Staub zerfallen,

ist die Spur des Menschenkinde

längst tief im toten Wald verweht.

Dort sucht er die Gefährtin,

die unendlich er vermisst.

Entfliehen wollt er allen,

die seinen Mut begehrten,

und fragt sich nun, ob er der

Letzte auf Erden ist.

Sein Wesen hatte große Macht,

Gefangen zwischen Liebe und Zorn.

Doch schafft er endlich Freiheit, 

ist das Leben neu geborn.