Gestern ermordet, heute wieder auferstanden.

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Sonstiges

 

Nein, ich schreibe nicht über den allseits bekannten, A1 Promi Lazarus!!

Ich schreibe über Arkadi Babtschenko!

Gestern vermeldeten unsere sogenannten Qualitätsmedien seine Ermordung.

Stellten ihn als Putin – Kritiker dar, der einem Attentat zum Opfer gefallen sei.

Heute erscheint er putzmunter auf einer Pressekonferenz.

Wir leben wahrlich in Absurdistan!!

Nichts ist mehr so wie es auf den ersten Blick erscheint.

Das, was um uns, die Normalos, herum passiert, ist nur noch ein einziger Irrsinn.

Ein Irrweg, auf den uns der sog. Tiefe Staat schickt, um uns noch das letzte bißchen

demokratischen Anspruchs auszutreiben. So wie in Italien und Spanien, sog. Demokratien,

in denen der Wille des Volkes von bis ins Mark verdorbenen, korrupten Politikern

missachtet wird.

Und alles ist schon einmal so passiert!

Denn als ich heute von der Auferweckung des Arkadi Babtschenko las, fiel mir der folgende Buchtitel wieder ein:

„Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch.“

Es ist der beste Roman des großartigen Alexander Solschenizyn. Heute ist dieses wunderbare

Buch fast vergessen.

In diesem herrlichen Schelmenroman (1962 erschienen), der in einem Irrenhaus in der Sowjetunion der Stalin bzw. Post - Stalin Zeit spielt , werden die Absurditäten des sowjetischen Alltags mit all‘ seinem Irrsinn brilliant auf‘s Korn genommen. Wird einleuchtend beschrieben warum die über uns Herrschenden ins Irrenhaus gehören, die wirklichen Kranken sind.

So wie heute auch: eine kleine Machtelite verleibt sich die leckere Torte ein, während wir Normalos nur zuschauen dürfen, während uns das Wasser im Mund zusammenläuft. Wird hemmungslos Krieg gemacht. Werden fabrikmäßig Elendskolonnen als Kolateralschaden produziert, die Europa, insbesondere Deutschland gefälligst aufzunehmen hat.

Kaum ist die Skripal Affäre spurlos in der medialen Versenkung verschwunden, weil als unglaub-

lich entlarvt, wird uns die nächste Fantasiegeschichte aufgetischt. So absurd wie sie sich selbst

ein so Fantasie begabter Autor wie Alexander Solschenizyn nicht hätte ausdenken können.

Da bleibt dann nur noch der gallig bittere Humor! Wie schrieb ein Leser auf Zeit online

so treffend ( sinngemäße Wiedergabe ) :

„Sollte der Knauf an Skripals Haustür tatsächlich der Hotspot für die Kontamination mit Nowitschok gewesen sein, dann muss es ein kollektives Rudellutschen an demselben gegeben haben.“

Wer will noch mal, wer hat noch nicht vom Irrsinn gekostet?

Christian Ronge, Waren.