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iedersehen in Mexiko


 

 

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Wiedersehen in Mexiko


 

Exposé | Leseprobe


Mexiko City.

Es ist Frühling, und die Sonne scheint. Riesige gelbe Schmetterlinge und kleine bunte Kolibris fliegen durch die schwüle und abgasgeschwängerte Luft. Ich schaue mich um. Eben erst bin ich aus der 18-Uhr-Maschine gestiegen und mit meinem großen grünen Tramperrucksack drauf los marschiert. Ich habe keine Ahnung, wo ich hier bin, sehe nur diese riesige Stadt vor mir liegen. Wild hupende VW-Taxis und hektische Menschen sind um mich herum.

Mit dem Handrücken fahre ich mir über die schweißnasse Stirn. Meinen Rücken kann ich kaum noch fühlen. Mit allerletzter Kraft streife ich den Rucksack ab und lehne ihn gegen eine Hauswand. Ich stütze mich mit dem Kopf gegen die schmutzige Fensterscheibe und kann so gerade ein paar Tische erkennen, an denen Männer Karten spielen. Im Hintergrund befindet sich eine Theke mit ein paar einfachen Hockern, es ist dunkel und verräuchert in dem Raum. Ein Blick auf das Schild über dem Eingang verrät mir, dass es sich um eine ,,Cantina" handelt, eine typische Kneipe, in die nur Männer Zugang haben. Nach einem kurzen Zögern beschließe ich hineinzugehen, um meine Gedanken zu ordnen und zu überlegen, was ich tun würde. Der Tisch in der Ecke, an dem ich mich niederlasse, sieht uralt aus; die Männer, die ich mir beim Hineingehen flüchtig angeschaut habe, tragen alle große Hüte und sind braungebrannt. Einige von ihnen rauchen, und jeder hat ein Glas Bier vor sich.

Als der Barbesitzer zu mir kommt, mühe ich mir ein ,,Tequila, por favor" in gebrochenem Spanisch ab und warte darauf, dass er mich wieder allein lässt.

,,Ah, Du bist Deutscher, amigo!", grinst mich der Mann breit an und kratzt sich dabei über die schwarz behaarte Brust. Seine Zähne blitzen weiß in seinem unrasierten Gesicht.

,,Hört man das?", gebe ich mürrisch zurück und krame m meinem Rucksack. Ich habe keine Lust, mich zu unterhalten, schon gar nicht mit diesem Typen, will einfach nur meine Ruhe. Der 11 Stunden lange Flug und die verdammte Hitze haben mich ziemlich geschafft. Ich ziehe eine meiner Reservezigaretten aus meinem Tabaksbeutel und zünde sie mir an.

Inzwischen hat mir der alte Mann gleich eine ganze Flasche Tequila gebracht und ein großes Glas davon eingegossen. Ohne mich zu fragen, zieht er sich den freien Stuhl heran