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Geschrieben von: Kritische Ameise Veröffentlicht am: 19. März 2010 - 12:41 Genre: Kurzgeschichte Altersfreigabe: |
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„Keiner sollte an einem Nebeltag wie diesem alleine sein. Was liegt näher, als gemeinsam eine Tasse Kaffe zu genießen? Den Duft der frisch gemahlenen Kaffeebohnen in der Nase zu spüren. Das heiße Wasser brodelt schon. Einen Moment noch, ich brühe nur noch den Kaffee auf. Ja, schnuppern Sie nur. Riechen Sie den betörenden Kaffeeduft? Frisch aufgebrüht schmeckt er doch am besten. Warten Sie, ich gebe ihnen noch ein Stück leckeren Kuchen dazu. Ist das nicht gemütlich? Setzen Sie sich in unsere Runde dazu. Ja, Sie sind gemeint. Kommen Sie und lassen Sie den Nebel draußen. Sie brauchen keine Angst vor einer alten Frau zu haben. Seien Sie nicht so schüchtern. Sie können ruhig meine kleine Waldhütte betreten. Wir haben hier zwar nicht viel Platz, aber es ist hier sehr behaglich und warm. Schließen Sie bitte die Tür, dann lassen wir den Nebel einfach draußen. Es sind schon ein paar Gäste da. Auch Sie sind herzlich eingeladen. Ich lade Sie ein. Zu einer Tasse Nebelkaffee. Und ich erzähle Ihnen eine Geschichte. Nun ja, eigentlich sind wir die Geschichte!“
*
Noch bevor das erste Licht der Sommersonne die Wasseroberfläche des kleinen Tümpels wärmte, war die kleine Feuerlibelle wach. Müde blinzelte sie zur Wasseroberfläche hinab. Für die Nacht hatte sie sich im oberen Bereich eines großen Wasserbusches niedergelassen, der am Ufer dieses kleinen Teiches wuchs. Noch lag der kleine Teich wie ein schwarzes Brett vor ihr. Jedoch konnte es nicht mehr lange dauern, und die Sonne würde ihre Strahlen zum Wasser senden und es glitzern und funkeln lassen. Wie sie dieses Lichtspiel liebt. Die Feuerlibelle schielte noch ein wenig müde in die Ferne und schaute in die Dunkelheit. Doch langsam machte sich ein heller Streifen am Horizont bemerkbar. Sonnentropfen hatten sich über Nacht im Geäst verfangen und blitzten geheimnisvoll bei den ersten Strahlen des Lichtbringers.
Doch die Sonnenfänger, wie die Libelle sie auch nannte, würden leider schnell verschwunden sein. Nur ein kurzes Leben genossen sie. Doch jeden Morgen wurden neue geboren und fingen die Strahlen der Sonne ein. Schnell wurde der Glutball größer und die Sonnenfänger schmolzen dahin. Jetzt freudig erregt war sie wach und breitete ihre zarten, dünnen Flügel aus. Ein leises