k

reatives Lernen und Schreiben mit Kindern

Ohne Zweifel lernen wir unser ganzes Leben lang mit allen unseren Sinnen.

Ausgehend von der These,  dass Menschen im Allgemeinen auf der Suche nach einem Ort des Sich-Ausdrückens sind, einem Ort, an dem sie sich anerkannt und angenommen fühlen, möchte ich mich zu diesem Anlass mit Kreativität und Sprache, später auch der Schriftsprache, speziell für den Rahmen mit Kindern, beschäftigen.

Lautieren, Sprechen und Schreiben und das Jonglieren damit ist ohne Kreativität kaum denkbar, denn die ausgedrückte Sprache erhält dadurch erst ihre ur-eigene Bedeutung.
Innere Bilder und Worte entstehen durch Resonanz auf Eindrücke von außen. Diese sind jedoch als Prozess, daher wandelbar zu betrachten und existent immer in Bezug auf einen Resonanzkörper.

Es soll an dieser Stelle ausdrücklich nicht um Sprachsysteme, Modelle oder linguistische Auseinandersetzungen gehen, weil sie den Rahmen des Themas sprengen würden. Diese finden an anderer fachlicher Stelle, in Texten über Sprachheilarbeit genügend Raum.

Vielen Kindern fällt es bei aller Komplexität unserer Gesellschaft schwer, intersensorisch zu koordinieren und sie wissen kaum, Gehörtes mit Gesehenem, Erlebtes mit Gefühlten zusammenzubringen, obwohl unsere Sinne nicht getrennt voneinander funktionieren, sondern untereinander verbunden sind und nach Verbundenheit suchen. Es geht in der Arbeit mit Kindern u.a. darum, ein an sich eine Einheit bildendes System auch weiterhin ganzheitlich einsetzen zu können.

An manchen Schulen findet diese einfache aber grundlegende menschliche Bedürftigkeit schon mehr Raum und Berücksichtigung. Das heißt auch, neue Wege zur Sprache zu finden, Raum geben für Eigenes, Individuelles und neue Formen für ein Miteinander zu schaffen.  
Wenn wir in den Spiegel sehen, erblicken wir unser Gesicht. Um die Natur unseres Geistes herauszufinden, brauchen wir auch unsere Kreativität und Lebensfreude. Wir sind wie Jongleure unseres eigenen Erfindungsgeistes und brauchen daher immer wieder neue lehr-reiche Erfahrungen. Und wenn sich gewohnte Strukturen auflösen, wird Platz geschaffen für Neues.

Die Art des Kontaktes, der Begegnung und Beziehung, das altersspezifische Angebot bzw. interpersonales Miteinander von Kindern und Bezugspersonen bestimmen die Lust und Freude an der Auseinandersetzung