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Geschrieben von: Wortsinfonier Veröffentlicht am: 23. März 2011 - 9:17 Genre: Gedicht Altersfreigabe: ab 6 Jahre Kategorie(n):
Café
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Die Trauerweide taucht ihre schleppenden Finger
in die Binnenwasserstraße.
Friedlich fließt der sanfte Strom seine Runde um die Stadt.
Mann zog hier seine Runden
und heute noch flaniert man, plaudert, speist und trinkt.
Das Eis schmilzt rasch dahin unter den drängenden Strahlen
des brennenden Sterns.
Was einst der Gehrock war, der Stock der Hut,
das sind Bilder dieser Tage,
die stolz getragen auf der Haut.
Ein einsamer Hut trotzt den modischen Gebräuchen.
Von der Küste her küsst mich ein lauer Hauch.
Salzig, kühl sind seine Lippen.
Rote Backsteinbauten betrachten die Moderne
über den Fluss, das alte Kopfsteinpflaster.
Giebel, spitz wie kleine Krönchen.
Durch die Gassen schleichen zwei Mann,
sie sind sich sehr brüderlich zugetan.
Mal mehr und mal weniger.
Der Tabak glimmt beim Zug an der Zigarre
und Rauch zergeht an der Luft,
wie die Geister jener literarischen Ahnen.
Meinen Hut ziehe ich
und verlasse den schwindenden Sommernachmittag.