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remen - Beck's am Markt


 

 

Bewertung:

5
Ø-Bewertung: 5 (1 gesamt)


Bremen - Beck's am Markt


 

 

 

Die Fassade kleidet das Treiben der Massen wie die Krone das Haupt des Königs Bremen.

Mutter und Kind, mit rosa Zöpfchen, die Mutter. Es perlt das Gärgetränk im Glas.
Sonne scheint, Wolken kühlen, ein Hauch von Wind bringt Kribbeln auf der Haut und trägt den Klang eines Akkordeons und einer Klarinette, mal jazzig und chansonhaft an das Ohr.

Zwei Mädchen tanzen auf dem Markt, kreisen ihre lieblichen Körper. Musik wird Mädchen, Mädchen wird Musik.

Der Künstler malt nicht länger seine Bilder, sitzt im Rahmen, schimmert silbern wie ein

Geist von edlen Ahnen. Bilder machen die Touristen.

Grübchen die lachen, Augen die blitzen, Falten begleiten das Mienenspiel.
Es schimmern die Strahlen im Nylon, auf erotischem Bein.

Neben dem Künstler finden auch die rosa Zöpfchen freudige Beachtung.
Ein schwirren französischer Worte, italienischer Hände, englischer Haut. Deutsches Papier wirbelt im Wind durch die Luft.

Eine einzelne Biene surrt wohl verloren, da den Wein sie für eine Wiese Blumen hielt.
Der Esel, Hund, die Katze, ein Hahn, sie wachen eisern über böse Menschen, über Diebe und Räuber.

Die Zigarre hat längst den letzten Rauch verqualmt, der Wein schmolz zu einem Tropfen.

Mit der Melone in der Hand verlasse ich den Markt.